Aufbewahrungsort Halberstadt, Domschatz, Inv.-Nr. 468
[früher Bibl. des Domgymnasiums, Cod. 59; davor angeblich Privatbesitz Karl Bartsch]
Codex Randeintrag von 2 x 2 Zeilen in einer lat. Handschrift des 9./10. Jh.s
Beschreibstoff Pergament
Inhalt Bl. 106v = Glossenhandschrift (ahd. / as.) / Einzelglosse
Bl. 264v = Zwei Minnestrophen ("Spielmannsreim")
Blattgröße 310 x 245 mm
Versgestaltung Verse abgesetzt
Besonderheiten neumiert
Entstehungszeit 13. Jh. (Carmassi)
Schreibsprache nd. (Carmassi)
Abbildung Farb-Abbildung des Codex
Literatur
  • Gustav Schmidt, Die Handschriften der Gymnasial-Bibliothek I, in: Königl. Dom-Gymnasium in Halberstadt. Oster-Programm 1878, Halberstadt 1878, S. 1-38, hier S. 25f. (mit Abdruck der deutschen Verse). [online]
  • Deutscher Liederhort. Auswahl der vorzüglicheren Deutschen Volkslieder, gesammelt und erläutert von Ludwig Erk, neubearbeitet und fortgesetzt von Franz M. Böhme, Bd. 2, 2. Auflage, Leipzig 1925, S. 189 (Nr. 376) (mit Teilabdruck und Melodie).
  • Ostdeutscher Minnesang. Auswahl und Übertragung von Margarete Lang, Melodien hg. von Walter Salmen (Schriften des Kopernikuskreises 3), Lindau/Konstanz 1958, S. 72f., 123 (Nr. 22) (mit Teilabdruck).
  • Elke Krotz, Der Schatz der Wörter in Glossen, in: IASLonline [2006], Abschnitt 91f. (mit Abdruck der Glosse). [online]
  • Rolf Bergmann und Stefanie Stricker (Hg.), Die althochdeutsche und altsächsische Glossographie. Ein Handbuch, 2 Bde., Berlin/New York 2009, hier Bd. 1, S. 18 (Nr. 1071), Bd. 2, S. 1878 (Reg.).
  • Ernst Hellgardt, Neumen in Handschriften mit deutschen Texten. Ein Katalog, in: "Ieglicher sang sein eigen ticht". Germanistische und musikwissenschaftliche Beiträge zum deutschen Lied im Spätmittelalter, hg. von Christoph März (†), Lorenz Welker und Nicola Zotz (Elementa Musicae 4), Wiesbaden 2011, S. 163-207, hier S. 173f. (Nr. 11).
  • Patrizia Carmassi, Katalog der mittelalterlichen Handschriften des Historischen Stadtarchivs und des Domschatzes in Halberstadt. Vorläufige Beschreibungen. [online]
Archivbeschreibung ---
Ergänzender Hinweis Die Angabe bei M. Lang (Ostdeutscher Minnesang), daß sich der Text auf einem verlorenen Einzelblatt aus dem Besitz von Karl Bartsch befand, beruht auf einem Mißverständnis der Anmerkung bei Erk/Böhme. Die Identität der abgedruckten deutschen Verse mit denjenigen in der Halberstädter Handschrift wurde von Elke Krotz (Paderborn) festgestellt.
  Mitteilungen von Norbert Kössinger
Dezember 2011

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