Aufbewahrungsort Basel, Universitätsbibl., Cod. B VIII 27
Codex 308 Blätter
Beschreibstoff Pergament
Inhalt Hugo von Langenstein: 'Martina' [Bl. 1ra-292vb]
'Mainauer Naturlehre' (B) [Bl. 293ra-304rb]
Nachtrag: Schondoch: 'Der Litauer' [Bl. 304va-307rb]
Blattgröße 203 x 155 mm
Schriftraum 144-148 x 102-105 mm
Spaltenzahl 2
Zeilenzahl 28
Versgestaltung Verse abgesetzt ('Martina' und 'Litauer')
Besonderheiten Der Hauptschreiber (Bl. 1r-304r; Schreibernennung auf Bl. 292vb Cvnrat von sant Gallen; vgl. Bl. 292vb) ist identisch mit dem ersten Schreiber der Handschrift St. Gallen, Kantonsbibl., Ms. Vad. 302 (Rudolf von Ems: 'Weltchronik' und Stricker: 'Karl der Große'). Bl. 304v-307r von anderer, späterer Hand.
Im Prosateil (Bl. 293-304) mehrere schematische astronomische Skizzen
Entstehungszeit Hauptschreiber: um oder bald nach 1300 (Schneider S. 42)
Schreibsprache alem. (Raum Zürich) (Schneider S. 42)
Abbildung
  • Plant/Rowlands/Burkhart S. 5-16 [= Bl. 292v-304r]
  • Borst S. 440f. [= Bl. 292r, 292v]
  • Schneider S. 23 [ = Bl. 292v]
  • Patschovsky S. 102 [= Einband], S. 103 [= Bl. 1r]
Literatur
  • Eberhard Gottlieb Graff, Leben der heiligen Martina, in: Diutiska II (1827; Nachdruck Hildesheim/New York 1970), S. 115-166 (mit Textproben aus der 'Marina'). [online]
  • Wilhelm Wackernagel, Altdeutsches Lesebuch, 2. vermehrte und verbesserte Ausgabe (Deutsches Lesebuch 1), Basel 1839, Sp. 755-774 (mit Textproben aus der 'Martina' und der 'Naturlehre'). [online]
  • Wilhelm Wackernagel (Hg.), Meinauer Naturlehre (Bibliothek des Literarischen Vereins in Stuttgart 22), Stuttgart 1851. [online]
  • Adelbert von Keller (Hg.), Martina von Hugo von Langenstein (Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart 38), Stuttgart 1856. [online]
  • Paul Dold, Untersuchungen zur Martina Hugos von Langenstein, Diss. Straßburg 1912, S. 12-26.
  • Gustav Meyer und Max Burckhardt, Die mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Basel. Beschreibendes Verzeichnis, Abteilung B: Theologische Pergamenthandschriften, Bd. 2: Signaturen B VIII 11 - B XI 26, Basel 1966, S. 63-67. [online]
  • Helmut R. Plant, Marie Rowlands und Rolf Burkhart (Hg.), Die sogenannte "Mainauer Naturlehre" der Basler Hs. B VIII 27. Abbildung, Transkription, Kommentar (Litterae 18), Göppingen 1972.
  • Arno Borst, Mönche am Bodensee 610-1525, Sigmaringen 1978, S. 511f., 440f.
  • Wolfram D. Sexauer, Frühneuhochdeutsche Schriften in Kartäuserbibliotheken. Untersuchungen zur Pflege der volkssprachlichen Literatur in Kartäuserklöstern des oberdeutschen Raums bis zum Einsetzen der Reformation (Europäische Hochschulschriften I,247), Frankfurt a.M. u.a. 1978, S. 151.
  • Karin Schneider, Codicologischer und paläographischer Aspekt des Ms 302 Vad., in: Rudolf von Ems, Weltchronik. Der Stricker, Karl der Große. Kommentar zu Ms 302 Vad., Luzern 1987, S. 19-42, bes. S. 22f. und 42.
  • Alexander Patschovsky, Martina-Legende, in: Kreuz und Schwert. Der Deutsche Orden in Südwestdeutschland, in der Schweiz und im Elsaß. Ausstellungskatalog Schloß Mainau 24. Mai - 28. Juli 1991, Mainau 1991, S. 102f.
  • Martin Mosimann, Die 'Mainauer Naturlehre' im Kontext der Wissenschaftsgeschichte (Basler Studien zur deutschen Sprache und Literatur 64), Tübingen/Basel 1994, S. 23-26 und Beiheft (mit Transkription der 'Mainauer Naturlehre').
  • Michael Stolz, Kommunion und Kommunikation. Eucharistische Verhandlungen in der Literatur des Mittelalters, in: Literarische und religiöse Kommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit. DFG-Symposion 2006, hg. von Peter Strohschneider, Berlin/New York 2009, S. 453–505, hier S. 497-500.
  • Die Mainauer Naturlehre [online]
Archivbeschreibung Gustav Binz (1906) 3 Bll.
Ergänzender Hinweis Informationen in Wikisource
  Juli 2010
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